HOFFRICHTER in NIEGRIPP
 
 
 

     02 Unser Bautagebuch


  Wir wollen in Niegripp bauen!            

Nach vielen Wochen Wartezeit, vielen Anfragen beim Grundbuchamt den Bauämtern in Burg und Genthin, dem Wasserverband Burg, der E.on ... war es dann soweit.  Am 29.09.09 lag die Baugenehmigung für unser neues Haus im Briefkasten. Jetzt kann es nach langem Warten endlich  losgehen!

Wir bauen mit der Firma inno- massiv GmbH. Der Grund für die Wahl der Firma Inno- massiv GmbH waren die in Magdeburg besichtigten Baustellen,  die sauber und aufgeräumt aussahen, das Auftreten aller Mitarbeiter der Firma in den zahlreichen Gesprächen zur Bauvorbereitung,  Meinungen  anderer Bauherren, die mit dieser Firma gebaut haben und nicht zuletzt die gepflegte und informative Homepage der Firma inno massiv GmbH.  


 

Unsere Erfahrungen bei  Hausbau   


Der Baustart


Am 20.10.2009  beginnen die Vermessungsarbeiten und die Baustelle wird eingerichtet.

Die Bodenuntersuchung hat ergeben, dass auf Grund der Frostempfindlichkeit des Bodes die Frostschürze 100 cm tief sein muss. Die Betonpumpe füllt die Gräben auf. 5 Betonfahrzeuge mussten leer gepumpt werden. Den ganzen Tag laufen die Vorbereitungen für die Bodenplatte. Das Planum muss verdichtet werden und die Abwasserrohre werden verlegt. Darüber liegt dann die Noppenbahn, die aufsteigende Feuchtigkeit verhindert. Dann werden die Stahlmatten auf die Träger gelegt und mit Draht verrödelt. Um 15:30 kommt  das erste Betonfahrzeug.  Eine gute Stunde später ist die Platte gegossen. Am Freitag werden die Steine geliefert.

Das Novemberwetter zeigt sich von seiner unschönen Seite. Grau  in grau und Dauerregen. Deshalb konnte erst am 3.11.09 mit den Maurerarbeiten begonnen werden. Am Mittwoch geht es weiter mit dem schlechten Wetter, so dass ab Mittag die Arbeiten abgebrochen werden. Am 5.11.09 hat sich das Wetter gebessert. Der Weg zur Baustelle mutiert zur Schlammwüste.

Die Außenwände sind halb fertig und das Grundstück versinkt im Dreck!

Mit den Innenwänden bei Sonnenschein geht es zügig weiter. Alle Fugen werden mit speziellem Mörtel winddicht gemacht. Die Rüstung für die Dacharbeiten wird aufgestellt.  12.11.09. Der Ringanker ist gegossen und das Haus ist richtfertig geworden.  Die Baustelle wird von den Maurern beräumt.  Am 14. 11.09 beginnen die Zimmerleute .

 

Der Dachstuhl wird gerichtet.

Das Richtfest am 21.11.2009  

Maler- und Fliesenarbeiten, Klempnerarbeiten, Türen- und Trockenbau, Fassade, Kamin

Die Elektriker haben bereits die Kabelschlitze gefräst  und die Dosen gesetzt. Für die Rechentechnik werden im ganzen  Haus CAT 6 Leitungen und Anschlussdosen installiert. Die isolierte Decke wird mit Folie eingepackt und luftdicht verklebt. Die Deckenprofile sind schon befestigt. Neben dem Haus wartet schon das Silo für die Putzarbeiten. Die Straße ist durch den vielen Regen und die schweren Baufahrzeuge zu einer Schlammpiste geworden.

Nach Abschluss der Innenputzarbeiten und der Elektrorohinstallation wird der Fußboden gedämmt. Anschließend werden die Rohre für die Fußbodenheizung gelegt. Während unseres Urlaubes auf den Kanaren vom 3.12. bis zum 13.12.    (Urlaub 2009)  wurde fleißig weiter gearbeitet und das wurde geschafft:

Die Hausanschlüsse für Wasser, Abwasser und  sind fertig. Die Rohre für die Fußbodenheizung sind verlegt und an den Verteiler angeschlossen. Die Vorwandinstallationen im Gäste-WC und im Bad sind fertig. Auch der Wannenträger steht schon an seinem Platz. Der Zählerkasten für zwei Zähler (Hausstrom und Wärmepumpe) ist im HWR installiert. Anfang Januar soll der Heizungsbetrieb aufgenommen werden. Für den Kamin wurde eine Estrichaussparung neben dem Schornstein vorgesehen.

18.12.2009. Der Winter hat sich mit Frost und leichtem Schneefall gemeldet. Die Nachttemperaturen gehen bis auf -10° C zurück.  Auch in den nächsten Tagen soll es kalt bleiben. Im Haus sind die Temperaturen aber noch deutlich im positiven Bereich. Aufgrund der Witterungsbedingungen   soll eine Elektroheizung den Trocknungsvorgang von Innenputz und Estrich beschleunigen. Bauherrenaufgabe für die nächsten Tage: Einmal am Tag ist 'Kondenswasserwischen'  und 'Stoßlüften' angesagt

 

Fliesenarbeiten

16.01.2010. Die Heizung läuft seit einer Woche. Die Vorwandinstallationen in Bad und GWC sind mit Gipskartonplatten verkleidet. Auch die Außenwände beginnen trocken zu werden.  3 Wochen später sind die Wände getrocknet und die Tapezierarbeiten konnten beginnen

Am 2.2. beginnt der Fliesenleger mit seiner Arbeit. Die Wandfliesen sind bereits geklebt.  Der Fußboden hat nur noch eine Restfeuchte von 2 %. Nun können auch die Böden gefliest werden. 70 m² Fliesen werden von den Fliesenlegern gelegt und die Bauherren legen die restlichen 70 m².

Haustechnik und Anschlüsse

Die Wasseranschlüsse sind hergestellt und der Hauswirtschaftsraum strahlt in polarweiß. Der Hydrauliktower von alpha innotec regelt die Wärmepumpen- Heizung und die Warmwasserbereitung. Anschlüsse für die Warm- und Kaltwasserversorgung, die Spülmaschinenanschlüsse und Strom- und Wasseranschlüsse für Waschmaschine und Trockner sind vorhanden.  Am 3.3.10 wurde nun auch endlich der E- Hausanschluss geklemmt und für das Telefon die TAE Anschlussdose montiert. Für das LAN wurden im Haus CAT- 6 Kabel und Anschlussdosen für das Rechnernetzwerk verlegt, ebenso die TV- Steckdosen in drei Räumen t. Eine "Satellitenschüssel" liefert die  TV- Signale.

Ofenbau

Für den bevorstehenden Winter hatte unsere Katze Micky das Fehlen des Speckstein - Kamins reklamiert, den sie im "alten" Haus immer dann aufsuchte, wenn die Ofenbank eine katzengerechte Temperatur (> 42 Grad)  hatte. Wir haben ihr diesen Wunsch am 17.7. 2010 erfüllt. Mit Erfahrungen mit unserem VALKIA- Specksteinofen von der finnischen Firma Tulikivi war es wiederum klar, dass es auch im neuen Heim ein Specksteinkamin sein muss. Mit einem solchen Ofen im Haus kann dann schon mal der Strom ein paar Tage wegbleiben.

Dachbodenausbau

Viele Häuser im Bungalowstil verfügen nur über eine Wohnetage. Der Dachbodenbereich wird durch die verwendeten Binderkonstruktionen und die fehlende Dachstuhlhöhe häufig nur als Abstellfläche für Koffer und Co. verwendet. Es geht auch anders. Die Lösung: Ein abgebundener Dachstuhl, der in solider Zimmermannsarbeit errichtet wird.
(Auch als  Remineszens an meinen Großvater, der im Saarland eine Zimmermannsfirma führte.)
Das hat den Vorteil, dass der Dachbereich vollständig als Wohnfläche (ca. 120 m² GF) genutzt werden kann. Im Dachbereich entstanden  so drei Räume. Der mittlere größere Raum hat ein Bodenmaß von 7,10 m x 8,10 m und eine Raumhöhe von 2,60 m.  Um das Obergeschoss bequem zu erreichen wurde eine Buchholztreppe verbaut.

Der Treppenaufgang zum Dachboden wurde in Eigenregie als Trockenbau erstellt. Die Dachbodenfläche wurde bauseits mit 28 er Dielenbrettern belegt, geschliffen und lackiert..

Die 1/4 gewendelte Buchenholztreppe wurde  am 3.3.10 montiert.  Dämmmaterial zwischen den Sparren, eine diffusionsoffene Folie und eine abschließende Beplankung mit GK verbessern  die Energiebilanz des Hauses zusätzlich. 

Nachdem die Dachkonstruktion 2 Jahre Zeit hatte, sich zu setzen, wurden die Stöße der Trockenbauplatten mit Acryl nachgearbeitet. Anschließend wurden die schrägen Seitenwände mit Glasseidengewebe beklebt und mit Latexfarbe gestrichen. Die anderen Wände bekamen moccabraune und capuccinofarbene Vinyltapeten.

Das Ergebnis ist ein großer Mittelraum von 56 m² Grundfläche und zwei ausgebaute Seitenräume mit jeweils 23 m².   Der mittlere Raum wird durch zwei großflächige Radiatoren beheizt. Die Vorlauftemperatur der FB- Heizung ist vollkommen ausreichend.

April 2011:  Es ist nun wieder Frühling geworden und neue Bauprojekte sind geplant. Der kalte Winter hat wieder den Wunsch nach einer Sauna mit angrenzendem Wellnessbereich aufkommen lassen. Dazu muss die Nordseite des Dachbodens ausgebaut werden. Die Isolationsarbeiten sind fertig gestellt und ein Velux - Dachfenster M 6 liefert gutes Tageslicht. Die Sauna ist  fertig gebaut und in den nächsten Tagen folgen der Einbau von Waschbecken, WC und Dusche.

Die Außenarbeiten beginnen


Ende März 2010 - bei mehr als 20 °C Außentemperatur haben die Außenarbeiten begonnen. Der Haussockel wird gegen Feuchtigkeit noch einmal mit einer Dickschichtbitumenmasse abgedichtet.
Die Anschlüsse der Regenfallrohre wurden verlegt und an die eingebaute 5500 l  Zisterne angeschlossen. Weiter geht es dann mit dem Planum für die Pflasterarbeiten.

Um das Niveau des Grundstückes für die Pflasterarbeiten anzuheben, wurden etliche Tonnen Mineralgemisch angefahren und verdichtet. 12 Punktfundamente wurden  für die Garage mit eingebaut. Ende April wird auch die Doppelgarage stehen.

Der Bau der Doppelgarage

Die Garagenhülle besteht aus einem Recyclingwerkstoff, der sich Multithermfaserplatten nennt. Dieser Werkstoff ist unverrottbar, wärmedämmend und schallisolierend.
Die Platten sind auf KVH- Rahmen  befestigt und haben bereits das Farbfinish des Hauses. KVH- Elemente ( Konstruktions - Voll- Holz )werden auch im Fertighausbau verwendet. KVH- Elemente  sind  tragfähig und robust. Das Dach besteht aus Trapezmetallprofilen mit einer Vliesbeschichtung, die ein Abtropfen von Kondenswasser verhindert.  Die Montage der  8 m x 5,5 m Garage dauert etwa 2 Tage.

Ein paar Pflasterarbeiten müssen gemacht werden

3.08.2010: Die Plaster- und Wegearbeiten haben begonnen. Auf der linken Seite am Haus soll eine 2. Einfahrt entstehen, vor dem Haus eine Besucherparkfläche und die Garageneinfahrt wird auf 5 m Fahrbreite erweitert.  Am ersten Tag wurden die Tiefborde in Beton gesetzt. Dann wird aufgeschottert und die Steine können verlegt werden. Katze Mausi kontrolliert die Arbeiten.

Der Zaunbau

Ein massiver verzinkter Stahlzaun (20,51 m) begrenzt das Grundstück zur Straßenseite. Das Öffnen des Schiebetores übernimmt ein funkgesteuerter Torantrieb der Firma Tousek 
( http://www.tousek.at ). Ein Zwergwacholder (Juniperus squamata) und eine Himalaja -Zeder (Cederus deodara) verschönern den Vorgarten. Anfang August sind weitere Pflaster- und Wegearbeiten geplant.

Bau der Terrassenüberdachung

September 2011. Nach 6 Wochen Wartezeit wird die Alu- Terrassenüberdachung endlich geliefert. In nur 2 Tagen ist sie montiert. Jetzt ist die Südseite des Hauses vor Regen und Schnee geschützt.

So, und weil`s so schön mit dem Terrassendach auf der Südseite geklappt hat, wird nun auch der Eingangsbereich zum HWR und zur Garage überdeckt.

Bau unseres Wintergartens

Der nächste Winter kommt bestimmt und da braucht man einen Wintergarten. Aber auch für die Übergangsmonate März, April und Oktober, November ist so ein Glasgehäuse eine warme Behausung mit Rundumblick. Deshalb wurde ein Stück von der Terrasse mit Glas, Tür und Fenster versehen.

 


Bau einer Hochterrasse

Fliegen müsste man können. Da wir das aber nicht können, behelfen wir uns mit einem höher gelegten Sitzplatz.

Von dort oben kann man die Wildenten im Gartenteich beobachten.

Das zweite Jahrhunderthochwasser 2013 hat uns eine Mückenplage beschert. Deshalb werden wir auch noch die offene Terrasse mit aufschiebbaren Glastüren und Fliegenschutzgittern  versehen. Vorher waren aber noch einige Änderungen notwendig. Die Terrasse erhielt einen neuen Bodenbelag.

Die Fläche unter der Hochterrasse hat sich als idealer Schattenplatz für sonnige  Sommertage heraus gestellt. Aber das Regenwasser lief noch zwischen den WPC- Brettern hindurch. Deshalb wurde unter dem Dach eine zweite Ebene vorgesehen, eine Seitenwand hochgezogen, eine Tür zur Garage eingesetzt und Klinkerriemchen an die Wände geklebt.

  Eine Wand musste neu errichtet werden.


So, jetzt ist der Terrassenbereich auch mit PSK Türen versehen. Zwei zusätzliche Insektenschutzgitterschiebetüren  lassen den Viechern keine Chance

 

 


 

Es geschehen noch Wunder! Ganz plötzlich bekamen wir- so zu sagen über Nacht- eine neue Straße. Die Randbefestigungen und der Bau der Einfahrten war dann Aufgabe der Grundstückseigentümer.

 

Wir schreiben das Jahr 2016.
Die Bundesregierung hat sich nach dem atomaren Supergau in Fukushima im März 2011 für einen Alleingang beim monströsen Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland entschieden. Die Milliarden- Kosten tragen - wer auch sonst - die vielen kleinen  Stromkunden.
Da wir kein sonderliches Interesse verspüren, die jährlich steigenden Belastungen durch Umlagen (EEG) mit zu tragen, bestand die Lösung des Problems darin, unseren Strom am Tage selbst zu erzeugen und für die Nachtversorgung in einer Lithiumbatterie zu speichern.
 Für die Nacht reichen 6 kWh. Am Tag, bei ausreichend Sonne, liefern 24 Module ausreichend Energie. Den Strom zu verkaufen lohnt seit 2012 nicht mehr.
Auch eine Notstromfunktion haben wir vorgesehen.

 Wechselrichter und Li- Speicher

Grundriss Erdgeschoss

 

Unsere Erfahrungen bei  Hausbau   

   Hoffrichter  2012