HOFFRICHTER in NIEGRIPP
 
 
 

  05  Auf Kurzwelle

  Mein Weg zum Amateurfunk

Vor wenigen Jahren gab es  noch keine Handys, die Radios funktionierten noch mit Elektronenröhren und die Vorstellung flache Fernsehgeräte, die man an die Wand hängen konnte, waren Phantasien.
Normale Radios kosteten fast ein  "Taschengeld- Vermögen". Was blieb da anderes übrig als der Selbstbau.

Es gab  Radiobastelbücher, Elektronikzeitschriften und gute Freunde mit Ideen und Beziehungen.
In der Freizeit wurden Schaltbilder entworfen, Gehäuse aus Blech gebogen, Löcher für Röhrenfassungen gefeilt, Leiterplatten geätzt...


Schaltplan eines einfachen Röhrensuperhets mit Mischer, ZF- Verstärker und NF- Verstärker

Ich  lernte, wie Oszillatoren und Mischstufen funktionieren, wie Spiegelfrequenzen entstehen und welche Heizspannung eine E- Röhre benötigt....

Das bescheidene Taschengeld  wurde für den Kauf von Röhren, Widerständen und Kondensatoren genutzt und endlich nach  vielen Versuchen funktionierte das erste Radio- ein Einkreiser, 4 Watt Endstufe mit einer UEL 51- ein  0V1. (UEL 51 - eine Allstrom - Doppelröhre mit Tetrode und Pentode aus der sog. " Göbbels'schnauze")

Aber nur Radio hören war auch nicht so toll. Selbst senden können-  das wäre es.


Der erste "KW- Sender"  (Ich hatte mit 13 Jahren noch keine Sendelizenz.)  bestand  aus ECO-Oszillator (EF 80), einer PA  (EL 81) und einem Collinsfilter für die Antennenanpassung. Die Modulation erfolgte in Form einer Anodenmodulation des Oszillators. Dadurch wurde gleichzeitig eine Amplituden- und Frequenzmodulation realisiert. Die Oberwellen dieses Senders reichten bis weit in den UKW- Bereich hinein. Aber ich konnte mit dieser Anlage  bereits einige km weit senden.

Ich war nun "HF- infiziert".

So ging es weiter?  SWL - Diplom  1968  (DM 5029-B) und 1971 die Amateurfunklizenz für Kurzwelle und UKW mit dem Rufzeichen DM4JB. Als Student und Amateurfunker hatten wir unseren Shack über dem großen Hörsaal der Hochschule untergebracht. Eine russische Panzerfunkstation vom Typ 10 RT mit 20 Watt HF-Leistung und eine 40 m Langdraht war der Anfang unserer Klubstation DM4JB. Nach dem Studium standen für mich der Beruf (QRL) und Fortbildung im Mittelpunkt. Da fehlte dann die Zeit für das schöne Hobby "Amateurfunk".
Seit einigen Jahren bin ich nun wieder vor allem auf den KW- Bändern QRV und habe schon viele interessante QSO`s loggen können.


Meine heutigen "Hochfrequenz- Maschinen"
FT-840 Yaesu   100 Watt, Automatiktuner FT-10  für PSK 31 Digi mod  mit MixW 2.18
FT- 847 für alle KW- Bänder und VHF 2m 70 cm, Tuner Kenwood AT-200  sowie eine  Diamond für VHF- Bänder Antenne G5RV  für 80m - 10 m  (32 m-Dipol mit 9,6 m Hühnerleiter gespeist), die ordentliche Ergebnisse im Europaraum bringt.

Über den Link    http://de.wikipedia.org/wiki/Amateurfunkdienst#Das_Hobby_Amateurfunk       
erhält man weitere  Informationen zu diesem schönen Hobby.

Interessant ist auch der Link:  http://www.websdr.org/   Dort bietet sich die Möglichkeit mal in die AfU- Bänder hinein zu hören. Viel Spass oder vy 73.

   Hoffrichter   2012